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09. September 2010, 06:12:52

« Präsenzpflicht für Pfarrer »

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Autor Thema: Präsenzpflicht für Pfarrer  (Gelesen 11618 mal)
JoK3V16
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« Antworten #15 am: 09. Februar 2008, 19:55:42 »

Hab ich gar nicht vor, Dich zu verletzen ... Ist nicht primäres Ziel ...

...vielleicht sekundäres ... ?
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Fritz7
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« Antworten #16 am: 10. Februar 2008, 07:33:02 »

Hab ich gar nicht vor, Dich zu verletzen ... Ist nicht primäres Ziel ...

...vielleicht sekundäres ... ?
Nein


Nebenziel ist aber immer "Das Anstiften zum selbst Denken und dann auch SAGEN" Herausfordern von Sprachkompetenz über Religiöses und Kirchliches

... auch mittels Provokation von Widerspruch. Und dafür nehme ich eine aneckende, bisweilen drastische Sprache hin.
« Letzte Änderung: 10. Februar 2008, 07:37:19 von Fritz7 » Gespeichert

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fischer
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« Antworten #17 am: 11. Februar 2008, 06:53:33 »

guten tag
dienstwohnungspflicht für pfarrer hat sich in flächenmäßig immer größer werdenden kirchgemeinden überlebt
da wäre oft eine wohnung außerhalb der zahlreichen pfarrhäuser sinnvoller
die mieteinnahmen für die dienstwohnung gibt es auch nur so lange für die kirchgemeinde, wie die pfarrstelle besetzt ist
was aber macht zum beispiel eine kirchgemeinde, deren pfarrstelle besetzt ist, aber das pfarrhaus nicht bezogen wird, weil ein theologenehepaar für zwei selbständige, manchmal nicht einmal benachbarte kirchgemeinden zuständig ist?
wenigstens wird so die pfarrstelle besetzt - aber die wohnung? und was ist, wenn das pfarrerehepaar weiterzieht - soll für die zeit -6,7,8...25 jahre ein befristeter mietvertrag mit nichttheologen geschlossen werden?
dienstwohnungspflicht besteht nicht für alle - und die präsenzpflicht auch nicht
für kirchgmeinden wäre es da oft sinnvoller, sie überliese die wohnungssuche den bewerbern selbst. umbauten - wohnungsanpassungen (oft notwendig - und nicht immerbillig) würden so entfallen und die pfarrhäuser könnten an ehrenamtliche (= eh das zauerbwort in unserer kirche) dauerhaft vermietet werden.
eine eigene wohnung / haus sind im übrigen kein grund die stelle nie zu wechseln - so wie ja auch die dienstwohnungspflicht wenig bis gar nichts mit der bereitschaft oder eben auch nichtbereitschaft zum stellenwechsel zu tun hat.
für die flächengemeinden auf dem land wäre ein dienst(wohn/büro)mobiel sinnvoller, als die frage, welches der vielen pfarrhäuser dienstsitz ist.
in diesem sinn wünsche ich viele gute ideen, die zum leben in den gemeinden dienen.
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Fritz7
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« Antworten #18 am: 11. Februar 2008, 12:28:39 »

guten tag
dienstwohnungspflicht für pfarrer hat sich in flächenmäßig immer größer werdenden kirchgemeinden überlebt
da wäre oft eine wohnung außerhalb der zahlreichen pfarrhäuser sinnvoller
die mieteinnahmen für die dienstwohnung gibt es auch nur so lange für die kirchgemeinde, wie die pfarrstelle besetzt ist
was aber macht zum beispiel eine kirchgemeinde, deren pfarrstelle besetzt ist, aber das pfarrhaus nicht bezogen wird, weil ein theologenehepaar für zwei selbständige, manchmal nicht einmal benachbarte kirchgemeinden zuständig ist?
wenigstens wird so die pfarrstelle besetzt - aber die wohnung? und was ist, wenn das pfarrerehepaar weiterzieht - soll für die zeit -6,7,8...25 jahre ein befristeter mietvertrag mit nichttheologen geschlossen werden?
dienstwohnungspflicht besteht nicht für alle - und die präsenzpflicht auch nicht
für kirchgmeinden wäre es da oft sinnvoller, sie überliese die wohnungssuche den bewerbern selbst. umbauten - wohnungsanpassungen (oft notwendig - und nicht immerbillig) würden so entfallen und die pfarrhäuser könnten an ehrenamtliche (= eh das zauerbwort in unserer kirche) dauerhaft vermietet werden.
eine eigene wohnung / haus sind im übrigen kein grund die stelle nie zu wechseln - so wie ja auch die dienstwohnungspflicht wenig bis gar nichts mit der bereitschaft oder eben auch nichtbereitschaft zum stellenwechsel zu tun hat.
für die flächengemeinden auf dem land wäre ein dienst(wohn/büro)mobiel sinnvoller, als die frage, welches der vielen pfarrhäuser dienstsitz ist.
in diesem sinn wünsche ich viele gute ideen, die zum leben in den gemeinden dienen.

Bedenkenswerte Argumente ... Aber wäre nicht auch eine "negative Residenzpflicht" für ehemalige Gemeindepfarrer ein Thema, um nicht den Nachfolgern das Leben und den Dienst nicht unnütz zu erschweren. Bisweilen eine echte Belastung, wenn da ein Pfarrer i.R. nicht immer konstruktiv "mitmischt.
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« Antworten #19 am: 12. Februar 2008, 05:44:44 »

einen schönen guten morgen

über negative residenzpflicht habe ich auch schon oft nachgedacht - zur kirche der freiheit paßt sie sicher nicht - und wo sollen die i.r's auch wohnen, wenn nicht da, wo sie mit den menschen gelebt - beziehungen aufgebaut - ihre kraft, zeit investiert haben?
im grunde geht es den theologen da nicht anders als den bauern, die ja auch oft in mehreren generationen auf einem hof leben - einfach ist das nicht
und so wie handwerksmeister oft schwierigkeiten haben, ihr geschäft an die nächste generation weiterzugeben, so ist das auch bei den pfarrern.
vermutlich werden pfarrer bei der jetzigen personalplanung aber sowieso über den weg eines mehrjährigen altersvikariats für eine gemeinde da sein. dann ist die nachfolgefrage noch etwas hinausgeschoben, die auseinandersetzung mit jungen nachfolgern entfällt und der zunehmende personalmangel wird auf elegante art kaschiert.
 
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Fritz7
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« Antworten #20 am: 12. Februar 2008, 06:25:38 »

über negative residenzpflicht habe ich auch schon oft nachgedacht - zur kirche der freiheit paßt sie sicher nicht - und wo sollen die i.r's auch wohnen, wenn nicht da, wo sie mit den menschen gelebt - beziehungen aufgebaut - ihre kraft, zeit investiert haben?
Zur "Kirche der freiheit" passen im Grunde alle einengenden Dienstdirektiven gar nicht! Aber dann könnte man auch NUR noch die Menschen in Kirchenämtern brauchen, die selbstverantwortlich mit aller Kraft beste Arbeit leisteten ... Scheint aber noch nicht ganz soweit zu sein ... Trotzdem eine schöne Vision ...

Ich weiß nicht so recht, wie gewollt das kirchenleitend ist, dass Pfarrer Wurzeln schlagen und Freundschafts-Netze knüpfen in "ihren" Kirchen-Gemeinden ... Auch relativ häufigere Regelversetzungen zumindest hier in der EKvW lassen eher anderes vermuten. Zudem ist in vielen gerade kleineren Landgemeinden nur bedingt im Alter bei abnehmender Gesundheit komfortabel zu leben.
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« Antworten #21 am: 13. Februar 2008, 15:16:32 »

Zitat
Ich weiß nicht so recht, wie gewollt das kirchenleitend ist, dass Pfarrer Wurzeln schlagen und Freundschafts-Netze knüpfen in "ihren" Kirchen-Gemeinden ... 

Es ist nicht gewollt.  Unentschlossen
eben drum ...
Und wie wäre eine tragfähige, also biblisch-theologisch zu untermauernde Begründung dafür?Huch Oder ists die pure Angst um hierarchischen Machtverlust, die Angst vor ein bisschen mehr gezeigte Menschlichkeit incl. der Schwächen  ... Huch Passt alles auch immer weniger zu einer Kirche nahe bei den Menschen ... eine Kirche der Freiheit ...

Fritz
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« Antworten #22 am: 14. Februar 2008, 07:35:49 »

Zitat
... Huch Passt alles auch immer weniger zu einer Kirche nahe bei den Menschen ... eine Kirche der Freiheit ...
Das Grundproblem liegt schon in dieser Formulierung.
In meiner Formulierung kann ich KEIN grundlegendes Problem erkennen, eher schon in einer Kirche, die solcher Nähe flüchtet ... symptomatisch schon als Sie"zende Amtpersonen. Formal als kirchentypische Anrede "Bruder" schon, ... aber was dann dran hängt???
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« Antworten #23 am: 14. Februar 2008, 19:29:24 »

Zitat
In meiner Formulierung kann ich KEIN grundlegendes Problem erkennen,

In der eigenen Begrenztheit kann man die eigenen Probleme auch nicht sehen.
Schön abgedreht überheblich, weil wohl in der Sache um Aussage verlegen Huch
"deppert" oder "hij is een beetje dom" (geflügeltes Wort nach O-Ton Maxima über den Kronprinzen Willem Alexander) heißt das gerade heraus! Das ersetzt aber ommer noch keine Antwort ...
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JoK3V16
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« Antworten #24 am: 14. Februar 2008, 22:48:17 »

ihr seid Geschwister  Weinen
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« Antworten #25 am: 16. Februar 2008, 09:31:53 »

In der eigenen Begrenztheit kann man die eigenen Probleme auch nicht sehen
Ersetzt imho noch lange nicht Deine/Ihre Antwort auf meine Frage nach Begründung, "Bruder" (in Chr.)? Was ist problematisch an meiner These, dass Kirche nahe den Menschen sein muss, damit sie denn überhaupt die Chance bekommt, Kirche näher zu Gott zu sein in ihrer Aufgabenerfüllung?

Stattdessen dummdreiste Anmotze ... um den Mund unwillkommener Frager  zuzuklatschen???
Ist DAS der Stil von Kirche in ihrem Forum? Ist Grabesstille der Kirchenlaien und Selbstdarstellung der internen einziges Ziel? Die Staistik des Forums sieht bisher danach aus ...

Fritz
« Letzte Änderung: 16. Februar 2008, 09:34:56 von Fritz7 » Gespeichert

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« Antworten #26 am: 18. Februar 2008, 03:56:05 »

Nein, es ist der nicht Stil "von Kirche" - es ist Ihrer. Leider steckt nicht viel dahinter.
DER Eindruck drängt sich auf, SummiSummarum --- bei Ihrem Geschreibsel Zunge
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« Antworten #27 am: 03. Juni 2008, 10:28:34 »

irgendwo fehlen hier die Zusammenhänge...

Wer antwortet was wem wird im Thread leider nicht mehr deutlich (Absicht und  wenn von wem zu welchem Zweck?)

Aber noch mal zurück zum Theme:

Präsenzpflicht - für einen Pfarrer, einen Hirte, der das aus Berufung ist, der aufgrund des Rufes unseres Herrn diese Aufgab als Lebensaufgabe gewählt hat, nicht erwähnenswert, ist einfach innerstes "Bedürfnis"....und darüber braucht man nicht zu diskutieren. Der Pfarrer, der Doktor und der Bürgermeister haben präsent zu sein - wenn sies nicht tun, dann sindse "faule Eier"....und gehören abgelöst....

"negative" Präsenzpflicht - Käse ;-)
Ein Pfarrer i.R. ist einfach nur ein Mensch (oft aber eben leider manchmal auch in den Augen seiner Schäfchen ein Übermensch...) Wenn sich Gruppen bilden innerhalb der Gemeinde, die einen als "Altpastorjünger" die anderen als "Neupastorfreunde", dann ist das erst mal normal - bedenklich wirds dann, wenn Konkurrenz oder der Drang zur Bevormundung oder Besserwisserei oder "Früher war das besser"-Sagen zwischen diesen ins Spiel kommt.
Da wirds dann heftig, ein Weg könnte dann das bewusste, rationale Suchen nach Gemeinsamkeiten als geliebte Kinder Gottes werden...die bewusste Rückbesinnung auf die Wurzeln, die Herkunft jedes einzelnen sowie des "Altpastors" und des "Neuhirten" - nämlich auf den einen Stamm, den einen Vater, unseren Gott.

"Dienstwohnungspflicht" ist absolut antiquiert, doppelzüngig weil nicht konsequent und sogar als Druckmittel vom LKA benutzt und nicht nur scheinbar sondern direkt kontraproduktiv.

Unsere Kirchgemeinde hat das am eigenen Leib zu spüren bekommen.
Der Pfarrer und seine Familie wurden regelrecht terrorisiert von heiligen, hochlöblichen und medienpräsenten promovierten Managern im Kirchenbezirk mit wohlklingendem Namen und prominenter Verwandschaft - der Kirchenvorstand und seine Meinung und sogar Bitten wurden aufs schändlichste und überheblichste ignoriert.

Massiver Druck wurde auf den ehemaligen Pfarrer, damals noch z.A. (alson noch von Kirchenleitungsgnaden abhängig) ausgeübt, der so stark war, dass es u.a. auch deshalb zu tragischen Folgen kam....

Wenn ein anderer Pfarrer, der mehr Wirtschaftsunternehmer denn Hirte ist, *provokanter zynismus on*sich von den Nebenerwerbsgehältern (oder sollten es "nur" Tantiemen sein?)*provokanter zynismus off* ein Eigenheim baut und trotz noch vor sich liegender einiger regulärer Dienstjahre dort einzieht und die Dienstwohnung leer steht. (wer selbst ein Haus hat weiss, was mit Leerstehenden Räumen passiert, wie "appetietlich" die dann mit der Zeit werden...) und aber bei der vom Kirchenbezirk und dem LKA angedachten Gründung eines Schwesterkirchverhältnisses mit den Nachbargemeinden (wobei er grundsätzlich bereit war, vorzeitig in "Ruhestand" zu gehen, er hat ja ohnehin wichtiges zu tun als Geschäftsführer, Verbandsvorsitzuender, Stiftungsrat oder was auch immer) verlangt, dass dieses nur zustandekommt, wenn der Pfarrer aus einer, auch teilweise von Spenden, vollkommen renovierten, den Familienverhältnissen angepassten Wohnung in idyllischer, ländlicher Lage in diese mehrere Jahre nicht bewohnte Bruchbude an einer viel befahrenen Hauptstrasse in einer dreckigen Kleinstadt liegenden Pfarrwohnung zieht - und der Kirchenbezirksführer das mitspielt - dann ist das mehr als verlogen, doppelzüngig und falsch.

Wenn man dann noch direkt von einem Mitglied des betreffenden KVs gesagt bekommt,  dass dieser Pfarr-Herr seinen Kirchenvorstand, dessen Mitglieder z. Teil direkt wirtschaftlich abhängig von ihm und seinen Unternehmen sind, genau mit dieser Argumentation (...sie wollen doch weiter bei uns in der altersgerechten Wohnanlage die Renovierungsarbeiten an den Wohnungen machen...) unter Druck setzt, um dies so zu beschließen, dann wird das noch deutlicher, auch wie die Machtverhältnisse zum Negativen ausgenutzt werden können solange es Amtskirche gibt und sich ohne Hirn und Herz, entgegen jeglicher christlich-ethischer Grundsätze, u.a. von verantwortungslosen, intellektuellen aber weltfremden, Menschen auf den Buchstaben der "Heiligen" Vorschriften im "Kirchenrecht" berufen wird.

Pfarrer mit Familie und Dienstwohnungspflicht sowie der quasi bestehende Wechsel"zwang" wirken sich auch nicht gerade positiv auf die Familie aus, ich selbst habe das jedenfalls so erlebt. Gott sei Dank habe ich eine liebe Frau hier gefunden und es war vor 30 Jahren jung heiraten kein Problem, so dass ich wenigstens hier in der Region Fuss fassen konnte und dies meine Heimat geworden ist (unverheiratet wäre das auf keinen Fall gegangen, damals  (leider auch heute noch in den Augen mancher "Christen") wäre das ziemlich sündhaft gewesen)

An die Frauen und Kinder der Pfarrer denkt eh kein Schwein, wie's denen geht, wenn sie Freunde und Umfeld aufgeben müssen, wenn sie sich wie Nomaden fühlen inmitten Ansässiger...

--> Schluss im Teil 2 (Zeichenbegrenzung von Beiträgen)
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« Antworten #28 am: 03. Juni 2008, 10:43:06 »

Kirche krankt am Festhalten - festhalten an überholten Vorschriften, die zum Zeitraum des Erlasses schon sinnvoll waren, aber ihren Sinn durch den Wandel der Zeit und der Menschen, für die Kirche da sein sollte, verloren haben.

Kirche krankt am Festhalten - festhalten an Pfründen, die sich eine kleine Elite, die sich selbst so nicht sehen kann aber von dem meisten einfachen Menschen so gesehen wird, geschaffen hat. Posten - Pöstchen in steinernen Gebäuden, geschützt durch ebenso überholte Vorschriften, Gesetze, Rechtsanordnungen - innerkirchlich versteht sich....
Kirche wird daran sterben, Gier und Starrsinn sind für jeden Menschen tödliche Krankheiten (s. Die Bibel)

Kirche wird neu geboren werden - durch den Geist duch einen ewig jungen, freien Geist Gottes, der Gesetze und Vorschriften, den Beförderungsregeln und regelmäßige, leistungsunabhängige Gehaltserhöhungen usw. übergeht.

Kirche macht eine Metamorphose durch, von einer im Moment ziemlich hässlichen unattraktiven und teilweise furchteinflössenden, manchmal auch gefrässigen Raupe zu einem leuchtenden, wunderschönen Schmetterling - die Phase der Verpuppung steht uns wohl noch bevor...

Kirche muss lernen wie Maria am leeren Grab des Herrn, dass wir als Menschen nichst festhalten können, wir können es nur immer wieder neu (an)fassen - so wie es im Kontext der jeweiligen Zeit und gesellschaftlichen Situation präsent ist.
Ja, Kirche muss begreifen, dass es nicht möglich ist, etwas zu zementieren, festzumachen, vorzuschreiben.

Gesetzlichkeit ist lebensvernichtend - Liebe, konditionslose Liebe, die Gott jedem von uns gibt gilt es zu leben, auch mit den Regeln und Vorschriften in der Kirche.

Jeder hat eine Verantwortung den Menschen gegenüber, und nur im Wahrnehmen dieser Verantwortung wird jeder seiner Verantwortung dem Gesetz und Gott gegenüber gerecht.
Wir leben nicht zur Probe - wir leben in der Verantwortung voreinander und vor Gott - vor den Menschen und vor der Schöpfung, dem Lebensraum, den uns Gott gegeben hat.

Alles andere ist imho ein Irrweg, nicht zielführend sondern eher wegdrängend, Menschen aus dem Lichte Gottes schiebend...wenn Vorschriften und Gesetze (ich rede immer von Kirchenrecht!) zur Verdunkelung für die Betroffenen führt, zur Abschattung des Lichtes Gottes, zur Verhinderung der Erfahrung der Liebe Gottes...
Und das wird Gott sich auf keinen Fall gefallen lassen, hier ist er tatsächlich ein zorniger Gott:
Wenn sich andere durch selbst gemachte Vorschriften, Gesetze, Regeln und Riten und Forderung von unabdingbaren Gehorsam dieser zwischen Gottes Licht und die ihnen anbefohlenen, Untergebenen und ihre Mitmenschen stellen...(/s. "Die Bibel")

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« Antworten #29 am: 04. Juni 2008, 08:42:53 »

Kirchenleute sollten vor allem lernen, kurz und in verständlichem Deutsch zu sagen, was dran ist! Wenn sie nix Neues beizutragen haben, auch mal gar nichts ...
Langatmiges ausholen in Floskeln von Kirchensprech und der untaugliche Versuch, nahezu jeden Pfurz auch bis auf die Bibel zurückzuführen, lässt Menschen zunehmen weghören.

Für Foren heißt das für mich: 10 Zeilen sollten meistens reichen - und besser nicht in einem Satz oder Absatz, die max. Länge von 5500 Zeichen ist schon viiel zu lang .... Man kann daranb arbeiten, das Wichtigste auch KURZ sagen zu können und den Rest wegzulassen.
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