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31. Juli 2010, 17:22:50

« Kirchenmusik quo vadis? »

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News: Willkommen im Forum der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
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Autor Thema: Kirchenmusik quo vadis?  (Gelesen 7645 mal)
Tarantoga
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« Antworten #30 am: 18. November 2009, 17:48:25 »

Hallo Krause,

Arbeit ist nicht gleich Soziales, also ist die Angabe im Haushalt unkorrekt.

Und natürlich ist es Erpressung, wenn jemand sagt: wenn die Kirche nicht macht, was ich für richtig halte, dann trete ich aus.



Merkst du eigentlich, wie zynisch du argumentierst?

Gruß
Tarantoga
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Krause
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« Antworten #31 am: 18. November 2009, 18:14:39 »

Hallo Tarantoga,

schön, mal wieder was von Dir zu lesen, nachdem Du eine Zeit abgetaucht bist.

Der Posten "Arbeit" im Bundeshaushalt, na, was wird das wohl sein? Das Geld für den Koch in der Ministeriumskantine? Bestimmt nicht. Ich kann mich nur wiederholen: informiere Dich bitte, bevor Du Dich mit solchen Albernheiten lächerlich machst. Familie etc. ist übrigens in dem Riesenposten "Arbeit und Soziales" noch gar nicht enthalten. Und die Verteidigungskosten, die Dir ja offenbar gar nicht so wichtig sind, naiv, wie die Altachtundsechziger halt sind in solchen Dingen, die betragen nur ein Viertel der Sozialausgaben des Bundes. Die Summen, die von anderen Stellen für Soziales dazu kommen, sind da noch gar nicht enthalten.

Angenommen die Kirche geht weiter den von mir kritisierten Weg, der Dir und Fritz und sicher auch noch einigen anderen so gut gefällt, dann ist das irgendwann nicht mehr meine Kirche. Dann kann und darf ich austreten. Wenn ich dann noch so nett bin und meinen Austritt auch noch begründe, bzw. ihn ankündige und Denkanstöße gebe, wie man Austritte in immer größerer Zahl eventuell verhindern könnte, dann ist das nett von mir, Tarantoga, und nicht erpresserisch.

Viele Grüße ins schöne Rheinland!

Krause
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Aha, an dieser Stelle kann man also die Leserschaft mit einem immer wiederkehrenden, schlau gemeinten Text beeindrucken.
Tarantoga
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« Antworten #32 am: 18. November 2009, 20:37:54 »

Hallo Krause

Angenommen die Kirche geht weiter den von mir kritisierten Weg, ... , dann ist das irgendwann nicht mehr meine Kirche. ...  Wenn ich dann noch so nett bin und meinen Austritt auch noch begründe, bzw. ihn ankündige und Denkanstöße gebe, wie man Austritte in immer größerer Zahl eventuell verhindern könnte, dann ist das nett von mir, Tarantoga, und nicht erpresserisch.

nein, das ist nicht "nett", das ist, freundlich ausgedrückt, Flucht.
Kirche läßt sich nur "von innen" ändern, durch Diskussion, Auseinandersetzung, besser-machen, nicht durch ein dann-gehe-ich-eben.
Das setzt natürlich auch den Willen und die Fähigkeit voraus, eigene Standpunkte zu überdenken, und über den eigenen Horizont bzw. Tellerrand hinauszudenken.
Auch darin sehe ich einen Sinn dieses Forums.

Zitat
Viele Grüße ins schöne Rheinland!

? ? ? ?  schönes Land haben wir hier, aber kein Rhein, weit und breit

Gruß
Tarantoga
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Krause
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« Antworten #33 am: 19. November 2009, 10:40:38 »

Hallo Tarantoga,

noch eine dritte Interpretation eines möglichen Austritts: Einsicht in die Realität der eigenen Machtlosigkeit, die Mächtigen in der EKD zu überzeugen. Und Einsicht in meine Macht und die ähnlich denkender Menschen, Bausubstanz und Kunst, die vernachlässigt werden, zu retten. Bzw. einen kleinen Beitrag im Rahmen der Möglichkeiten dazu zu leisten. Und dieser Beitrag ist nur möglich, wenn das Geld dafür woanders, sprich, bei der Kirchensteuer, eingespart wird.

Aber noch ist es ja nicht so weit. Noch vesuche ich ja gerade, die Kirche von innen, durch Diskussionen, Auseinandersetzung in meinem bescheidenen Rahmen besser zu machen, wie Du das vorschlägst. Und wie Du sehe ich darin auch einen Sinn dieses Forums.

Gruß

Krause
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Aha, an dieser Stelle kann man also die Leserschaft mit einem immer wiederkehrenden, schlau gemeinten Text beeindrucken.
Fritz7
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Kirche, die nicht dient - dient zu nichts!


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« Antworten #34 am: 19. November 2009, 10:52:00 »

Es ist vielleicht auch der Unterschied zwischen lang- und kurzfristig wirkenden Ausgaben. Was in den Konsum geht, ist weg. Damals wie heute. Vom Wurstbrot, das einer vor dreihundert Jahren verzehrt hat, ist nichts mehr übrig, das gleiche gilt für eines, das vor ein paar Tagen vertilgt wurde. Architektur, bildende Kunst, Musik und –Instrumente dagegen sind heute noch da, wenn sie nicht gewaltsam oder durch Vernachlässigung beschädigt oder ganz zerstört wurden.
Schön, und nun kommt die anscheinend nicht nur kurzfristige Sitation, dass die protestantische Bevölkerung stark schrumpft, mit der Demografieentwicklung und zusätzlich noch durch Entchristlichung der Gesellschaft, geschätzt mal auf 25% Protestanten im Verlauf der nächsten 50 Jahre, bei dann ca. 65. Mill. bevölkerung in Deutschland also noch ca. 16 Mill Protestanten statt 26 Mill noch vor wenigen Jahren. zusätzlich schwindet dann noch das reale Kirchensteueraufkommen je Kopf. Da wird es existentiell unumgänglich sein, weniger Kirchengemeinden, Kirchengebäude und historische Orgeln zu erhalten, wegen des geringerem bedarfs und wegen der rasant wachsenden jährlichen Unterhaltskosten. Die energetischen Probleme bei mehr notwendigem klimabewusstsein Verschärfen die Situation für alte Kirchengebäude noch zusätzlich - und für die darin stehenden Pfeifenorgeln. Die Hoffnung, dass in schlechten Zeiten irgendwann, vielleicht erst in Jahrhunderten die Kirche neuen Zulauf bekommt, hilft da nicht wirklich weiter, allein leeres Sprücheklopfen von der Hilfe des Heiligen Geistes auch nicht.

Kirchliche Arbeit ist vor allem Arbeit von Menschen für Menschen oder sollte das doch sein ... und nicht das Ansammeln und museale Erhalten von Immobilienvermögen. Wenns für alles nicht reicht bei den Finanzen, dann haben die sog. kurzfristigen, variablen Kosten Vorrang vor Investition in Langfristiges. "Konsum" oder "Wurstbrot" ist da sehr unpassend und irreführend, meine ich. es sind vor allem Personalkosten und Betriebskosten ... und dann natürlich auch diakonische Hilfen in menschlichen Notlagen. Das alles hat imho Vorrang vor langfristigem in finanziell beengender Situation.

Und es ist eben die auch von der Kunst ausgehende Spiritualität, die zum Glauben führen oder ihn erhalten kann. Zugegebenermaßen nicht bei allen Menschen aber vielleicht doch bei mehr, als sich das der Eine oder die Andere so denkt.
Die entscheidende Frage dabei wäre, ob das dann evangelische, protestantische, gar lutherische "Spiritualität" ist, die Du da bemerken willst. Ich habe da erhebliche Zweifel.
Die Bibel ist nicht nur zufällig nicht in Noten oder Architekturbildern geschrieben, sondern pur in WORTen. Das und die intellektuell theologische Analyse, die theologische Auslegung, die den "garstig tiefen Graben der geschichte" überbrückt, ist zentral protestantische Identität, nicht traditionelle, rein rückwärtsgewandte Gefühlsmanipulation per Prunk und Protz.

PS: Den Quatsch von den „Satten und Übersatten“ kannst Du einfach vergessen.
Kann ich solange nicht, wie ich sie im NT lese, es sei denn, mein Verständnis würde sich als irrig herausstellen. DA schweigst Du Dich aber wohlweislich? aus ...

Viele Grüße ins schöne Rheinland.
Spekulierst Du mal wieder substanzlos an Identitätsvermutungen? Kein brauchbarer Ersatz für fehlende sachliche Argumente, denke ich.
Fritz
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Trockenes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart!

Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf! (Jerci Stanislaw Lec)

Wer will, dass Kirche SO bleibt - will nicht, dass sie bleibt!
Krause
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« Antworten #35 am: 19. November 2009, 13:03:59 »

Ach Fritz,

wann nimmst Du endlich zur Kenntnis, dass ich nicht die Abschaffung der Barmherzigkeit aus der christlichen Religion gefordert habe? Aber das lässt Du "wohlweislich" lieber sein. Vielleicht würde es Dein in Granit gemeißeltes Welt- und Gottesbild zu sehr stören, wenn Du andere Formen des Christentums, als die, die Du für Dich mal gefunden hast, ohne Abwertung gleichberechtigt neben Deiner stehen lassen solltest.

Wieso soll die Erbauung an Kunst und Kultur rückwärtsgewandt sein? Mit dieser Logik könnte dann auch einer, der es nicht so mit dem Wort hat, sagen, die Bibel ist doch noch viel älter als unsere Gotteshäuser. Und das Argument, dass sie durch immer neue Auslegung aktuell gehalten wird, ist bei der Kunst nicht anders.

Wieso fühlst Du Dich aufgerufen, meine Grüße an andere zu kommentieren?

Gruß

Krause
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Fritz7
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« Antworten #36 am: 20. November 2009, 10:23:48 »

wann nimmst Du endlich zur Kenntnis, dass ich nicht die Abschaffung der Barmherzigkeit aus der christlichen Religion gefordert habe?
Kirchliche Abstinenz im sozialen Bereich hattest Du gewünscht, stattdessen Kirchen- und Orgelrestauration, alternativ erpresserisch nötigend den Entzug Deiner Kirchensteuerzahlung in Aussicht gestellt.
Jeder nach seiner Facon ... ob immer selig, bleibt nicht so gewiss.

Es ermüdet sehr, Schaumwände überzeugen zu wollen, die gegenargumente sind genannt, deshalb ist für mich jetzt Schluss mit meiner Beteiligung an solchem Unfug. Stänkere doch allein, wo immer Du magst.

Fritz
« Letzte Änderung: 20. November 2009, 10:29:19 von Fritz7 » Gespeichert

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Krause
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« Antworten #37 am: 20. November 2009, 12:34:10 »

Schluss

Wollte ich auch vorschlagen. Aber dass Du immer noch pöbelst, wenn Du merkst, das Du es nicht packst, lässt mich lächeln.

Krause
« Letzte Änderung: 24. November 2009, 14:08:19 von Krause » Gespeichert

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