Advent und Weihnachten ist für viele dasselbe.
Was sollen die Leute auch heutzutage mit einer Fastenzeit vor Weihnachten?
Wo doch alle alles haben müssen und zwar sofort?
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Ostern fängt für viele doch auch schon mitten in der Passionszeit an.
Ja, für viele ist Alles Dasselbe: Konsum und Hektik und Egoismus das ganze Jahr, da geht Weihnachten nahezu nahtlos zu Ostern über, nicht erst Mitte der Passionszeit. Was ist denn DAS? Kann man das auch feiern?
Vielleicht noch etwas zwischengeschaltete Karnevals-Zeit oder Winterurlaub? Was mir daran aufstößt, ist, dass immer mehr Menschen nicht nur ausgeschlossen bleiben bei dem Konsum-Rausch, sondern geradezu in die Unsichtbarkeit verdrängt werden, weil es ihnen peinlich ist, nicht mithalten zu können.
Fasten als Fleisch-Verzicht muss ja gar nicht sein. Oft ist Fleisch heute viel weniger Luxus und viel weniger Sondergenuss als frisches Gemüse, als ein ruhiges gemeinsames Morgen-Frühstück, als ein Besuch bei etwas entfernteren Freunden, als Freunde überhaupt ...
Und die Kirchenliturgie hört auch auf selbsterklärend zu sein, wenn alles selbstverständlich und alles nivelliert gleich empfunden wird. Wer bemerkt da noch die violetten Antependien in der Advents-Zeit und dass es da um Besinnung, Bilanzierung, Zeit zur Aufmerksamkeit für Andere, um Solidarität geht. Es wird auch unverständlich, was die Martinsbräuche mit Advent zu tun haben ... Für mich ist das Verarmen des fühlbaren Jahres-Rythmus(ses).
Genau das ist der Luxus, den ich mir besonders in der Adventzeit gönne, weniger Glühwein, Leckereien, Konzerte und Feste als Zeit zum Zuhören und genau hinsehen ... und möglichst unauffällig helfen, wenn denn erwünscht und erforderlich ... In der Passionszeit ähnlich aber etwas anders verdrahtet. Missionieren muss ich damit ja nicht unbedingt gehen ...
Ab Heilig Abend dann mehr Rückzug in die Familie, wenns geht mindestens bis Epiphanias ...