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10. September 2010, 20:42:42

« "Ich bin schwul, und das ist auch gut so!" »

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News: Willkommen im Forum der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
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Autor Thema: "Ich bin schwul, und das ist auch gut so!"  (Gelesen 17826 mal)
PeterD
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« Antworten #15 am: 05. März 2009, 12:52:01 »

Sehen Sie, Meier, das sind so ein paar Unterschiede zwischen uns:

Zum einen muss ich die Brüllfunktion des Fettdrucks nicht andauernd bemühen, wie Sie es  tun.

Zweitens maße ich mir trotz Lesens der Bibel nicht an, sehr viel über den Willen Gottes zu wissen. Ich glaube, in der von Ihnen so viel zitierten und geschätzten Bibel wird das mit dem Ausdruck Gottesfurcht bezeichnet. Mag sein, dass ich da etwas kompliziert und altmodisch strukturiert bin, aber ich komme klar damit.  Ich bin nur neidisch darauf, wie selbstsicher und zweifelsfrei Sie der Bibel entlesen können, was Sie da so alles behaupten und mit dem sogar Leute ihre Probleme haben, die einige Jahre lang Theologie studiert haben.  Aber auch da habe ich was gefunden im Buch der Bücher: "Selig, die da geistlich schlicht sind, denn das Himmelreich ist ihr."  Die Fundstelle wissen Sie besser als ich.

Drittens mag Ihnen das zitierte Sammelsurium an Bibelstellen eindeutig erscheinen. Wie die Diskussion in den beiden Fäden zeigt, ist es um der Eindeutigkeit im logischen Sinne dann doch nicht so weit bestellt. Danke für Ihr Angebot, aber ich halte mich dann doch an das, was ich selber lesen kann, sowohl in der Bibel, als auch in so mancher anderen lesenswerten Publikation. Die von Ihnen als Hilfestellung angebotenen freikirchlichen, baptistischen und katholischen Internetveröffentlichungen übrigens eingeschlossen, allerdings nicht in dem Sinne, wie Sie sie vermutlich verstanden wissen wollten, eher zur Unterhaltung.

Mit Ruheständler und Pfarrer sind Sie im übrigen auf den Holzwege, aber das tut ja auch nichts zur Sache.

@reztun
Ihrer Argumentation muss ich leider folgen - wo Sie recht haben, haben Sie recht.
Was mir aber wieder einmal nur eines beweist : Man sollte sehr vorsichtig sein mit dem Hineindeuten von Willensäußerung Gottes in alle möglichen oder nichtmöglichen Dinge. Das steht uns eben einfach nicht zu. Mea culpa.

Was aber nicht heißt, dass ich in der Frage Homosexualität Ihre Meinung teile.
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Meier
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« Antworten #16 am: 05. März 2009, 21:30:38 »

Peter
Danke für Ihre zynischen Bemerkungen! Sind Sie sich in Ihrer Art so unsicher, daß Sie das nötig haben?
"aber ich halte mich dann doch an das, was ich selber lesen kann, sowohl in der Bibel, als auch in so mancher anderen lesenswerten Publikation"
Das heißt doch wohl eher, daß Sie nur das lesen(wollen) was Ihnen in den Kram paßtß Kritische Stellen inder Bibel und anderswo werden dann einfach als "sammelsorium" abgewertet oder verächtlich gemacht? Das zeigt mir nur Ihre innere Unsicherheit, sonst würden Sie die näher an sich rankommenlassen und wie sehr Sie schon von der "Homolobby" vereinahmt wurden. Denn Ihre Art und Weise der "Argumentation" ist typisch für diese Kreise: Alles was anderer Meinung ist wird beschimpft und und lächerlich gemacht!

Prediger 11,9: ... Tu, was dein Herz gelüstet und deinen Augen gefällt; aber wisse, dass dich Gott um das alles vor Gericht ziehen wird.
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theologus
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« Antworten #17 am: 05. März 2009, 21:35:47 »

Es freut mich sehr, dass hier eine interessante Diskussion entstanden ist. Zugleich bin ich betroffen und traurig über einige Äußerungen, die mich verletzen:
Meier meint: „wenn man sagt, was in der Bibel steht, wird die "Homolobby" unsachlich und ausfällig!“ Also bitte: wer von uns ist hier unsachlich und ausfällig geworden? Und ich wehre mich entschieden dagegen, als ein schwuler Christ einfach so in die „Homolobby“ eingeordnet zu werden.
Bemerken möchte ich auch: die von Meier bezeichneten „eindeutigen Bibelstellen“ sind beileibe nicht eindeutig. Darüber ist unter dem Thema „Homosexualität und Bibel“ bereits genug geschrieben worden. Und diese Bibelstellen werden nicht dadurch eindeutiger, dass sie ständig wiederholt werden. Ich jedenfalls brauche diese Belehrungen nicht. Ich kenne diese Texte auswendig!
Ebenso ratlos bin ich darüber, dass Reztun Homosexualität und Pädophilie miteinander vergleicht. Das ist unverantwortlich und zutiefst verletzend !!!
Über die Frage, inwiefern homosexuelle Menschen ihre Veranlagung als schöpfungsbedingt erleben, müsste man ein extra Forum eröffnen, wenn an dieser Frage wirklich echtes Interesse bestünde. Es war für mich jedenfalls keine plötzliche Idee, sondern ein langer und komplexer Prozess, bis ich nach jahrzehntelanger folgenschwerer (!!!) Verdrängung endlich für mich selber akzeptieren konnte, so zu sein wie ich (von Gott geschaffen worden!) bin. Diese endlich gefundene eigene Identität habe ich als eine Befreiung erlebt. Und das lasse ich mir von Menschen, die sich da nicht hineindenken können oder wollen, nicht streitig machen. Ich bin auf diesem Weg auch immer wieder an meinem Glauben irre geworden, bis ich dann eine echte Glaubensgewissheit gefunden habe. Ja, ich bekenne mich dazu, mein Schwulsein als gottgewolllt zu verstehen. Anderenfalls müsste ich an Gott verzweifeln. Was wäre es für ein Gott, der mich verurteilt und bestraft, weil ich so bin wie ich bin und dabei Niemandem Unrecht tue, keinen Missbrauch begehe, nicht vergnügungssüchtig bin und mich bemühe, zentrale biblische Werte in meinem Leben zu verwirklichen, wie z.B. Liebe, Treue, Vertrauen, Verantwortung für andere …
Eine Frage habe ich noch an Pierre: Ich weiß nicht, ob es wirklich mit der Lehre unserer Kirche vereinbar ist, den aktuellen Stand der humanwissenschaftlichen und theologischen Diskussion einfach zu ignorieren. Vor allem aber möchte ich deutlich widersprechen: die Festlegungen unserer Landeskirche sind  keineswegs  „für jeden auch praktisch lebbar“, es sei denn, man geht davon aus, dass homosexuelle Mitarbeiter unserer Kirche ein heimliches und also verlogenes Leben führen. Übrigens sind das (statistisch gesehen) in unserer Landeskirche einige Hundert. Und die meisten von ihnen führen eben wegen dieser Festlegungen ein von sehr viel Angst besetztes Versteckspiel.
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reztun
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« Antworten #18 am: 06. März 2009, 08:56:38 »

Lieber theologicus,
erlaube mir bitte zwei Anmerkungen
1.   Ich vergleiche nicht Homosexualität und Pädophilie als solche miteinander, sondern die Bewertung beider! Und da müsste man doch ehrlicherweise denselben Maßstab anlegen oder im anderen Fall begründen können, wieso man Homosexualität als gottgegebene Schöpfungsvariante ansieht und Pädophilie nicht. Solange das nicht geschieht, bleibt diese von Dir vertretene Ansicht eine subjektive Meinung, die zwar viele vertreten, die deshalb aber nicht zwangsläufig von jedem akzeptiert werden muss. Im Übrigen ist sich die Wissenschaft (genaugenommen gibt es ja auch dort nicht nur eine einheitliche Meinung zur Thematik) keineswegs über die Ursachen und Faktoren der Homosexualität einig!
2.   Woher weißt Du, dass in unserer Landeskirche statistisch gesehen „einige Hundert“ homosexuell sind und von denen wiederum etliche ihre Neigung nicht offen zugeben? Soweit mir bekannt ist, wird in unserer Landeskirche keine Statistik über sexuelle Vorlieben geführt. Du suggerierst mit dieser Feststellung, Homosexualität sei fast so etwas wie ein Massenphänomen, auch in der Kirche. Das ist sie aber nur durch die (vielleicht gewollte und gelenkte) unverhältnismäßig starke Medienpräsenz geworden.
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theologus
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« Antworten #19 am: 06. März 2009, 10:29:22 »

Lieber rectun,
verzeih, aber ich habe nicht geschrieben, dass ich weiß, wie viele homosexuell veranlagte Mitarbeiter es in unserer Landeskirche gibt, sondern dass es statistisch gesehen so ist. Ich habe übrigens zu spät gemerkt, dass meine Formulierung (einige Hundert) unglücklich war. Aber man schätzt schon auf ca. 300. Genau kann das niemand wissen. Was ich aber genau weiß (das kannst du mir wirklich abnhemen!) ist, dass Viele von ihnen ihre Neigung nicht offen zugeben.
Meine Meinung zur schöpfungsmäßigen Gegebenheit einer solchen Veranlagung ist natürlich subjektiv und muss nicht von jedermann akzeptiert werden. Aber ich erwarte auch von den Anderen, dass sie mich nicht mit Bibelzitaten eines anderen belehren wollen. Ich habe im Laufe meines Outings in vielen kontroversen Diskussionen sehr verschiedene Erfahrungen gemacht. Vorwiegend waren es gute Gespräche, auch wenn ganz unterschiedliche Standpunkte vertreten wurden. Doch es gab auch Leute (glücklicherweise waren das nur Wenige), die es mir absprachen, noch ein ernstzunehmender Mensch zu sein. Da hört natürlich die Freundschaft und auch die Freundlichkeit auf! Es ist schon wichtig in einer solchen Diskussion, andere Meinungen nicht zu disqualifizieren.
Und zum Thema Pädophilie: das ist ein schwieriges Feld, zumal es da unter den Experten keine einheitliche Meinung gibt. Pädophilie wird zumeist als eine psychische Störung bezeichnet. Insofern wird es schon schwierig mit den gleichen Maßstäben, die du anlegen möchtest. Es ist eine Störung, für die es Ursachen gibt, denen eine Psychotherapie auf die Spur zu kommen versucht. Und es ist eine Störung, die zu sexuellem Missbrauch führt. Also Vorsicht mit dem Anlegen gleicher Maßstäbe!
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PeterD
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« Antworten #20 am: 06. März 2009, 10:31:52 »

Lieber Meier,

was Sie auf den Gedanken bringt, dass ich unsicher oder verunsichert wäre, weiß ich nicht. Ich kann Sie versichern, dem ist nicht so - ich hätte wahrlich auch gar keinen Grund.

Weshalb ich Ihnen nicht ganz ernst entgegentreten kann, liegt daran, dass Sie (vermutlich jung an Jahren) der Auffassung zu sein scheinen, Sie allein und Ihre Verwandten im Geiste hätten das Privileg, das Rechte aus den Texten der Bibel heraus zu lesen. Ich jedenfalls habe etwas dagegen, wenn mir aufdiktiert werden soll, wie ich etwas zu betrachten habe oder wie ich beispielsweise die Bibel zu lesen habe. Und genau das tun Sie permanent, nicht nur mir gegenüber. Selbstverständlich liest jeder Mensch einen Text anders und versteht und interpretiert ihn auch anders. Wie kommen Sie eigentlich auf die Idee, das Ihre Auslegung der Bibel die allein richtige und seelig machende ist? Wieso sind Sie sich so sicher, dass Ihre Interpretation vom Willen Gottes die richtige ist? Und dass die Texte der Bibel nicht in ihrem Wortlaut auf heutige Verhältnisse übertragbar sind und einer Auslegung und Interpretation bedürfen, da sind wir uns hoffentlich einig (anderenfalls wäre eine Diskussion allerdings wahrlich wenig sinnvoll).

In diesen Fragen - das allerdings gebe ich dann gern zu - bin ich meiner nicht so selbstsicher und gestehe gerne anderen auch eine abweichende Meinung zu. Sie brauchen über die Frage "Homosexualität und Bibel" nur einmal zu googeln, dann finden Sie die ganze Bandbreite an Interpretationen, von der Forderung nach Kastration der Homosexuellen auf der einen exxtremen Skala bis hin zu Interpretationen, die eine Befürwortung der Homosexualität in die Bibel hinein deuten. Sind Sie berufen, hier den Richter zu spielen? Das haben im Laufe der Geschichte schon ganz andere versucht. Und nehmen Sie nur mal das Beispiel der biblischen Geschichte Davids im alten Testament: sowohl in dessen Verhältnis zu Saul als auch zu Jonathan kann man durchaus homoerotische Tendenzen herausinterpretieren, wie es dann in der Literatur auch in verschiedenen Versionen geschehen ist. Man kann es aber auch lassen. Wo sehen Sie da dann die Eindeutigkeit und Wahrheit?

Insofern bitte ich einfach darum, suchen Sie den Splitter nicht ständig im Auge des anderen, sondern denken Sie doch bitte daran, dass Sätze wie :
Durch andauerndes Propagieren von unbiblischen Sexualpraktiken wird sich unser HERR und GOTT nicht eines Besseren belehren lassen. Sollte Gott seine heiligen Gebote und Lebenshilfen auf Grund des Drucks von Medien, Politikern und unbelehrbaren Sündern aufgeben und seine Meinung ändern?
anderen vielleicht als Anmaßung erscheinen könnten?
  
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Meier
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« Antworten #21 am: 06. März 2009, 21:42:27 »

Herr "Peter"!
"was Sie auf den Gedanken bringt, dass ich unsicher oder verunsichert wäre, weiß ich nicht." Ihre aggressive Reaktion!
1. bin ich nicht "vermutlich jung an Jahren" und
2.lesen ich und meine "Verwandten im Geiste"  irgendetwas aus den Texten der Bibel "heraus", sondern das was dort steht!
3.Ich "übertrage" die Texte der Bibel nicht  "auf heutige Verhältnisse" (passe sie nicht dem "Zeitgeist"an) !
3. Ich bin auch nicht " berufen, hier den Richter zu spielen"! Wir sind "allzumal" Sünder! Richter ist Gott allein!
Prediger 11,9: ... Tu, was dein Herz gelüstet und deinen Augen gefällt; aber wisse, dass dich Gott um das alles vor Gericht ziehen wird.
4. Was Sie, die "Literstur" und die "Homolobby" immer wieder dem Saul und dem Jonathan unterstellen wollen mag ja Ihrer Lebensweise entsprechen, ist in diesem Falle aber einfach eine boshafte Unterstellung und einfach geschmacklos unter der "Gürtellinie"!
Da bestätigt sich einfach wieder:
Durch andauerndes Propagieren von unbiblischen Sexualpraktiken wird sich unser HERR und GOTT nicht eines Besseren belehren lassen. Sollte Gott seine heiligen Gebote und Lebenshilfen auf Grund des Drucks von Medien, Politikern und unbelehrbaren Sündern aufgeben und seine Meinung ändern?
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theologus
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« Antworten #22 am: 06. März 2009, 22:41:29 »

Hallo Meier,
das haben Sie deutlich genug geschrieben, und wir haben nun endlich verstanden:
wir sind dem Zeitgeist verfallen, wir sind dem Druck von Medien und Politikern aufgeflogen, wir gehören der Homolobby an, wir sind unbelehrbare Sünder, wir betreiben boshafte Unterstellungen, wir sind geschmacklos, und um das alles wird Gott uns vor Gericht ziehen.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Und was Sie darauf antworten, weiß ich schon im Voraus: ich reagiere aggressiv.
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klaro
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darf ich so sein wie ich bin?


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« Antworten #23 am: 06. März 2009, 23:40:52 »

Hallo  theologus,
ich denke mal,  du hast den zu ernst genommen. Der hat ja schon bei "Homosexualität und Bibel" alle mundtot gemacht. Das ist eben so mein Eindruck.
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Meier
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« Antworten #24 am: 07. März 2009, 13:23:24 »

"und um das alles wird Gott uns vor Gericht ziehen.
Dem ist nichts hinzuzufügen." Doch ,Gott bietet Hilfe an!
Es gibt Heilungserfahrungen, Therapieerfolge.
Auch durch:http://www.wuestenstrom.de/index.dhtml/0149b2637873b71523mm/-/deDE/-/CS/-/
Lukas 17,3
Habt acht auf euch selbst:
Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht,
und wenn er es bereut, so vergib ihm!
   Eigentlich kann niemand sagen: „Ich bin schwul“.
   Er müsste sagen: „Ich habe mich für die schwule Lebensweise entschieden
An "klaro" Ich niemanden "mundtot" , ich zeige nur auf was uns die Bibel zum Thema sagt!

Gott liebt Homosexuelle ebenso lwie Heterosexuelle,
 aber die praktizierte ausgelebte Homophilie hasst er. 
 
Im Bereich der Seelsorge kann man Homosexuelle segnen, dass heißt, ihnen Gutes von Gott, Bewahrung und die Kraft nach seinem Willen zu leben wünschen und erbitten. Jede Beratung und Begleitung hätte kann  letztlich aber nur das Ziel haben, dass sie von homosexuellen Praktiken frei werden. (Wenn man nach Gottes Willen handeln will) – Homosexuelle Paare aber können nicht im Namen Jesu gesegnet oder gar getraut werden. Das wäre eben nicht im Namen Jesu! 

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PeterD
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« Antworten #25 am: 07. März 2009, 16:00:00 »

Servus Meier,

wie ich bereits einmal geschrieben habe : aus Ihrer Art und Weise zu "diskutieren" und zu "argumentieren" ist erkennbar, wes Geistes Kind Sie sind, nämlich ein ignoranter Fundamentalist. Wie sagt Eckardt von Hirschhausen so schön: "Den Fundamentalisten jeder Couleur erkennt man an seinem Mangel an Humor. Letzterer ändert die Perspektive, der Fundamentalist nie." Man hätte sich es einfach machen können und sagen können: Auf groben Klotz gehört ein grober Keil. Bislang habe ich versucht, zu argumentieren, aber das wird in Ihrem Fall zunehmend schwieriger.

Denn Sie haben ja bestätigt:
2.lesen ich und meine "Verwandten im Geiste"  irgendetwas aus den Texten der Bibel "heraus", sondern das was dort steht!
3.Ich "übertrage" die Texte der Bibel nicht  "auf heutige Verhältnisse" (passe sie nicht dem "Zeitgeist"an) !
Wenn das so ist müssten Sie also auch an eine Schöpfung in 6 (irdischen) Tagen vor ca. 6000 Jahren und an eine Erde in Scheibenform, die auf Säulen ruht glauben, davon überzeugt sein, das Vielweiberei gottgefällig ist und vieles andere mehr. Dann ist alles klar - dann leben wir halt in verschiedenerlei Welt und verstehen einander deshalb nicht, weil unsere Perspektiven so himmelweit auseinander liegen. Nun würde ich Ihre Weltsicht nicht einmal in Abrede stellen wollen, aber mit meiner hat Sie nichts zu tun.

Wir sind "allzumal" Sünder! Richter ist Gott allein!
Wie recht Sie doch haben. Nur leider spüre ich davon nichts. Ich lese aus Ihren Postings, dass Sie offenbar der Meinung sind, den Vertretungsanspruch Gottes auf der Erde übernommen zu haben, Sie wissen wie Gott denkt, was sein Wille ist, was er hasst, was er liebt - das finde ich bemerkenswert. Ich glaube, den Anspruch hat bislang nicht einmal der Papst erhoben.

4. Was Sie, die "Literstur" und die "Homolobby" immer wieder dem Saul und dem Jonathan unterstellen wollen mag ja Ihrer Lebensweise entsprechen, ist in diesem Falle aber einfach eine boshafte Unterstellung und einfach geschmacklos unter der "Gürtellinie"!
Dass Sie vermutlich von Literatur, besser Weltliteratur, nicht viel halten, nehme ich Ihnen gerne ab. Ich vermute, Sie wissen nicht einmal, wovon ich gesprochen habe. Denn es ging um die Figur des David, der selbst in den betreffenden Bibelstellen zumindestens zwielichtig (oder soll ich sagen bilichtig?) erscheint. Witzig finde ich auch, dass Sie mich aggressiv schimpfen, aber offenbar nicht einmal ansatzweise merken, dass Ihr Gebrauch des Begriffs "Homolobby" abwertend, aggressiv und menschenverachtend daherkommt. Im übrigen: Was wissen Sie eigentlich von meiner Lebensweise? - Antwort : Gar nichts. Also erlauben Sie sich hierüber bitte kein Urteil.

Eigentlich kann niemand sagen: „Ich bin schwul“.
Er müsste sagen: „Ich habe mich für die schwule Lebensweise entschieden
Eigenartig wie Sie das als (hoffentlich doch) heterosexueller Mensch wissen können. Ich beispielsweise bin als heterosexueller Mensch aufgewachsen und stand nie vor der Wahl oder Entscheidung, mich für eine homo - oder heterosexuelle Lebensweise entscheiden zu können oder müssen. Logischerweise muss ich also stark davon ausgehen, dass das bei einer homosexuellen Ausrichtung sehr ähnlich abläuft.

Gott liebt Homosexuelle ebenso wie Heterosexuelle,
 aber die praktizierte ausgelebte Homophilie hasst er. 

Gott hasst nicht, Haß ist ihm fremd, Gott ist Liebe, Liebe bis zur Hingabe seines Sohnes. Wenn ich auch nicht viel über Gott weiß, das weiß ich sicher. Hassgefühle entwickeln Menschen, insbesondere Menschen, die zur Liebe nicht fähig sind. Und das unterstelle ich Ihnen jetzt blankweg einmal: Im Bezug auf Homosexuelle gehören Sie dazu. Wissenschaftlich ausgedrückt heißt das Homophobie (und ist sprachlich nicht so weit weg von Homophilie.)

Homosexuelle Paare aber können nicht im Namen Jesu gesegnet oder gar getraut werden. Das wäre eben nicht im Namen Jesu! 
Ich bin dann doch ganz froh, dass nicht Leute wie Sie das zu entscheiden haben.

 


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reztun
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« Antworten #26 am: 07. März 2009, 17:11:46 »

Bei allem hin und her fällt mir auf:
Viele Vertreter der Homosexualität sind überzeugt von der Richtigkeit ihres Lebensstiles (oder geben es zumindest vor) - nur fehlen ihnen leider überzeugende Argumente dafür - bis jetzt habe ich noch keines gehört.
Stattdessen wird sofort zur Fundamentalismuskeule gegriffen, falls sich jemand die Bemerkung erlaubt, Homosexualität widerspreche dem Willen Gottes.

Wer vehement behauptet, Homosexualität stehe im Einklang mit Gottes Willen - dieses aber anhand der Bibel nicht begründen kann, der muss wissen, dass er damit seine eigene Erkenntnis über diejenige der Bibel stellt, dass er sich damit gegen den Konsens der Christenheit über Jahrhunderte stellt, dass er damit das Gespräch mit anderen christlichen Kirchen und auch dem Judentum belastet.
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PeterD
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« Antworten #27 am: 07. März 2009, 18:05:36 »

Hallo reztun,

falls Sie mit Ihrem Posting meine letzten Anmerkungen meinen sollten: Widerspruch!
Zum einen dürfte Ihnen vielleicht nicht entgangen sein, dass ich nicht homosexuell bin, ich somit auch Homosexualität auch nicht propagieren kann oder will. Mein Lebensstil ist der eines "Normalo" mit Familie und Kindern und allem bürgerlichen Drum und Dran und das ist für mich auch ganz in Ordnung so. Daher darf ich mich wohl mit Recht dagegen verwahren, wenn Meister Meier meinen Lebensstil in Frage stellt. Ich vermute sogar, er hat einen recht ähnlichen.

Ich bin auch keineswegs der Auffassung, dass homosexuelle Partnerschaften nun das Normalverhalten darstellen sollten. Aber ich halte Homosexualität im Gegensatz zu Ihnen und Meier eben nicht für etwas Abartiges, Krankhaftes oder Sündhaftes, sondern für eine legitime, gleichberechtigte und achtenswerte Form des Zusammenlebens. Was ich dabei - vermutlich ebenso wie Sie - nicht gutheiße, ist das demonstrative Zurschaustellen von Homosexualität bei Gayparaden, Christopher Street Day u. ä., aber davon war bislang auch nicht die Rede, sondern von den Paaren, die ähnlich wie Heteros in Liebe, Treue und Partnerschaft verbunden sind. Es ist auch keineswegs die Rede davon, dass allein die Homosexualität Gottes Willen entsprechen würde - das wäre widersinnig -, sondern es ging um die Tolerierung als Minderheit neben den allgemein üblichen und "normalen"  Lebensformen.

Die "Fundalismuskeule" wie Sie es nennen, betrachte ich als legitime Verteidigung gegen Anpöbeleien und die Verwendung der Bibel als Waffe zur Diskriminierung, Verunglimpfung und Ausgrenzung von Menschen, die anders ticken als der Normalbürger. Der undifferenzierte und gebetsmühlenartige Vortrag der immer gleichen Bibelstellen und der gleichen markigen und fettgesetzten (und in höchstem Maße fragwürdigen) Sprüche, ohne auch nur ansatzweise auf Argumentationen einzugehen, wie es in der Auseinandersetzung mit Meier stattfindet, lässt für mich leider keine andere Schlussfolgerung zu.

Und mit dem Konsenz der Christenheit über Jahrhunderte wäre ich sehr, sehr vorsichtig. Es war - wie bereits erwähnt - in der Christenheit auch über Jahrhunderte Konsenz, dass die Erde eine Scheibe sei und und im Mittelpunkt des Alls stände, dass es legitim sei Ketzer und Hexen zu verbrennen und seine Sünden im Ablasshandel loszukaufen. Nicht zuletzt das hat zur Reformation geführt. Und ich glaube, dass die Frage der Homosexualität und der Haltung dazu gerade im Dialog mit anderen christlichen Kirchen nicht gerade an erster Stelle der Unterschiede und trennenden Gründe steht. Selbst wenn, wäre es für mich kein Grund, einen Dialog nicht führen zu können, ohne auf eigene Positionen zu verzichten.

Gruß Peter
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klaro
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darf ich so sein wie ich bin?


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« Antworten #28 am: 07. März 2009, 18:12:59 »

Hallo werter Herr Meier,
ich weiß nicht so richtig, warum ich mich heilen lassen soll. Ich fühle mich eigentlich gar nicht krank. Das war noch so, als ich meine Veranlagung nicht zugeben wollte. Damals war ich richtig verklemmt, verängstigt, und war in meiner Haut nicht gut aufgehoben, bis hin zu körperlichen Wirkungen, die sich demzufolge ereigneten. Da habe ich Heilen beileibe nötig gehabt. Und jetzt bin ich ein neuer, gesunder und richtig froher Mensch. Soll ich da wieder zurück? Ist mein Glückserlebnis nach der Bibel mit dem Gotteswillen unvereinbar?
Und dann betrifft mich ja noch eine Frage. Verzeihen Sie, aber das ist mir sehr wichtig. Ich stecke in einer tiefen Liebe zu meinem Freund. Darf ich das? Und wie weit darf ich gehen wenn ich ihn umarme und berühre? Was sind homosexuelle Praktiken ganz praktisch?
Ich möchte es gerne richtig wissen. Und bitte, bitte, schreiben Sie nicht wieder lauter Bibelstellen. Die habe ich nun oft genug gelesen!
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theologus
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« Antworten #29 am: 07. März 2009, 18:18:12 »

Hallo reztun,
ich hatte gehofft, Sie gehen auf meine Erwiderung zu Ihrem letzten Beitrag ein. Mich hätte sehr interessiert, was Sie dazu meinen. Stattdessen fügen Sie den zahlreichen Pauschalvorwürfen, wie wir sie zuletzt von Meier gelesen haben, noch weitere hinzu. Ich finde, das ist nicht sehr hilfreich!
Könnten wir in diesem Forum nicht auch anders miteinander umgehen, als uns gegenseitig die Meinungen an den Kopf zu knallen? Wir haben nun einmal verschiedene Standpunkte. Lassen Sie doch uns bei unserer Meinung (nicht Behauptung!), dass Homosexualität im Einklang mit Gottes Willen steht und vertreten Sie Ihren gegenteiligen Standpunkt – in allem menschlichen Respekt dem Anderen und seiner Meinung gegenüber. Das würde dann wohl eher mit dem Willen Gottes im Einklang stehen.
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