Verstehst du, was ich meine, auch wenn ich es hier sehr kurz und plakativ gesagt habe?
Ich denke, ja ... so einigermaßen ... Die Interdependenzen der 4 "Allein", das einander begrenzende, interpretierende und erklärende, hatte ich bisher nocht nicht kapiert ...
Ich hatte mir vorgestellt, einem eher Kirchendistanzierten die Sätze als das Typisch Evangelische hinzuknallen ... und über die Erfolgschancen war ich eher skeptisch ... Die Sätze haben imho eben eine sehr solide religiöse Grundbildung als Verstehensvoraussetzung, auch einen sehr geübten und reflektierten Umgang mit der Bibel ... Und gerade das macht es ja heute schwierig, dass das oft ziemlich komplett fehlt.
Daher kommt doch das unsägliche Gejammere: Die hat in der Predigt nicht einmal "Jesus" gesagt, "Jesus" wird nicht immer nur als GOTT gesehen, dann wäre Jesus doch kein "Erlöser" mehr.
... als ob nach der Schrift nicht der Jude Jesus in seiner besonderen Nähe zu Gott nicht gerade deswegen "Erlöser" der Menschen werden kann, weil er GANZ MENSCH ist ...
als ob nachösterliche Christologie nicht mehr oder anderes wäre als naiver "Jesus"-Personenkult ...
aber ob das so ohne Nachhilfe durch die 4 "Allein"-Sätze klar wird - für Menschen aus nicht so ganz intellektuell-historisch-kritischer protestantischer Tradition, die eher am Schwimmen sind mit ihrer flickenzusammengesetzten Reliösität oder den Versuchen dazu?
Wenn ich nun in der Öffentlichkeit nur die Chance habe mit ganz kurzen Sätzen etwas vom Protestantischen Glauben weiterzugeben, womit fange ich da an?Fritz